Fieber ist im Kindesalter ein häufiges Ereignis, das viele Eltern oft selbst ins Schwitzen bringt. Man versteht unter Fieber eine Erhöhung der Körperkerntemperatur auf über 38 °C. Diese Temperatur kann aber auch bei sehr aktiven Kindern bei heftigem Toben gefunden werden, so das die Temperaturmessung erst 15 Minuten nach entspanntem Liegen erfolgen sollte. Am besten mit einem Thermometer vorsichtig rektal.
Die Höhe des Fiebers steht oft nicht in direktem Verhältnis zur Schwere einer Erkrankung und kann auch bei einfachen unkomplizierten Virusinfekten 40 °C betragen. Kinder reagieren auf hohes Fieber im allgemeinen besser als Erwachsene, die schon bei 38 °C benommen sein können. Trotzdem muss die Ursache des Fiebers gefunden und die Behandlung der Grundkrankheit eingeleitet werden. In den meisten Fällen, wenn sich im Rahmen eines Erkältungsinfektes (es gibt ungefähr 222 Infekte!) Fieber einstellt, ist die regelmäßige Gabe von Paracetamolzäpfchen sinnvoll (für 2 Tage dreimal 1 Zäpfchen, also morgens, mittags, abends). Dieses Medikament unterdrückt die körpereigene Infektabwehr nicht, sondern hilft den Kindern, besser mit dem Infekt fertig zu werden. Dann geht´s auch den Eltern besser!
Was ist sonst noch zu tun? Leichte Kleidung, Fenster auf, Babys entkleiden und auf den Arm nehmen und ein paar Augenblicke an das offene Fenster, bei Kleinkindern handwarme Brustwickel, bei Schulkindern eventuell Wadenwickel, reichlich ungezuckerten Tee trinken, Ruhe bewahren! Keinen Aktionismus!